Unzählige Geräte um uns herum verwenden USB und machen den Universal Serial Bus damit zum erfolg­reich­sten Verbindungs­standard weltweit. Das Vertrauen der Hersteller in das jüngste Format ist so groß, dass Intel diesen Anschluss-Typ (USB-C) Thunderbolt 3 als Standard mit auf den Weg gegeben hat.

(Quelle: YouTube-Kanal Thunderbolt)

Was ist Thunderbolt 3?

Thunderbolt 3 ist ein Verbindungs­standard von Intel, der früher unter dem Namen "Light Peak" gemeinsam mit Apple entwickelt wurde. So überrascht es kaum, dass alle Mac-Modelle (ab 2018) über mindestens einen Thunderbolt 3 Anschluss verfügen. Er ersetzt Thunderbolt 2 und verdoppelt den theoretisch maximal möglichen Datendurchsatz auf 40 Gb/s.

Die An­meldung der Marke ThunderboltTM erfolgte seitens Apple im Zuge der Zu­sammen­arbeit. Die vollen Rechte der Marken-Verwendung liegen allerdings bei Intel (Quelle: MacTechNews).

Einst als Ersatz für USB gedacht, benutzt Thun­der­bolt 3 die­selbe Stecker­form wie der USB-C An­schluss, siehe Bild. Mehr noch: Thunder­bolt 3 be­in­hal­tet den USB 3.1 Stand­ard.

Das be­deu­tet, jeder Thunder­bolt 3 An­schluss funk­tion­iert auch als USB-C Port und jedes Thun­der­bolt 3 Kabel taugt auch als USB-C Kabel.

USB-C Stecker an einem Thunderbold 3 Kabel
(Quelle: Amazon ↗️)

Der Anschluss ist symmetrisch und umkehrbar. Das heißt, Du musst Dir keine Gedanken mehr darum machen, in welcher Richtung Du das Kabel und die Stecker mit Deinem Computer, Tablet oder anderem Gerät verbindest. Beide Enden sind gleich, und es gibt beim Stecker kein "Oben" und "Unten" mehr.

Thunderbolt-Versionen

Die Vorgänger­versionen von Thunderbolt 3 erreichten maximal 20 bzw. 10 Gb/s und nutzten denselben Anschlusstyp wie der Mini DisplayPort von Apple. Diese älteren Standards erforderten ein aktives Kabel, welches selbst wie ein eigenes Gerät auftrat und Strom benötigte. Dadurch waren frühere Thunderbolt-Kabel deutlich teurer als USB-Kabel.

In der folgenden Übersicht findest Du die Eigenschaften der verschiedenen Thunderbolt-Versionen zusammen­gefasst.

Thunderbolt-Versionen
VersionVeröffentlichtEnthält (kompatibel zu)Max. Geschwindig­keitAnschlusstyp
Thunderbolt2011Mini DisplayPort10 Gb/sMini DisplayPort
Thunderbolt 22013Thunderbolt20 Gb/sMini DisplayPort
Thunderbolt 32015Thunderbolt 2 (Adapter erforderlich), 
DisplayPort,
PCIe 3rd Gen,
USB 3.1
40 Gb/s (kurzes oder aktives Kabel) 
20 Gb/s (langes, passives Kabel)
USB-C

Alle Thunderbolt Versionen erlauben eine Reihenschaltung von bis zu sechs Geräten am selben Host (Daisy-Chaining). Neben Daten können auch hochauflösende Video- und Audio-Signale übertragen werden.

Thunderbolt 3 Kabel

  • Die max. Geschwindigkeit von 40 Gb/s kann mit Kabeln von bis zu 0,5 m Länge erreicht werden.
  • Für längere Kabel unterstützt Thun­der­bolt 3 passive (billigere) Kabel mit einer max. Geschwindig­keit von 20 Gb/s und aktive (teurere) Kabel, die wiederum bis zu 40 Gb/s erreichen können.
  • Alle Thunderbolt 3 Kabel ↗️ funktionieren auch als USB-C Kabel.
  • USB-C Kabel können bedingt auch als Thunderbolt-Kabel eingesetzt werden, solange die Qualität gut genug ist.
  • Der Thunderbolt 3 Standard ist rückwärts-kompatibel mit Thunderbolt 2 und dem originalen Thunderbolt-Anschluss. Aufrund des Umstiegs auf den USB-C Stecker wird allerdings ein Adapter benötigt.

Was ist USB-C?

USB-C (oder USB Typ-C) ist ein 2015 in die USB-Familie neu ein­ge­führ­tes Format. Es beschreibt eine bestimmte Stecker-/ Buchsen­form, die symmetrisch und umkehrbar ist, vgl. oben. Fast alle neuen Geräte, die USB 3.1 unterstützen, verwenden den USB-C Anschluss.

USB Typ-A Stecker neben USB Typ-C
(Quelle: Amazon ↗️)

Die Version USB 3.1 (genau genommen: USB 3.1 Gen 2) ist gekennzeichnet durch eine max. Daten­übertragungs­geschwin­dig­keit von 10 Gb/s. Damit ist sie so schnell wie der originale Thunderbolt-Standard. USB 3.1 kann außerdem Strom über­tragen. Gemäß der USB Power Delivery Specification gibt es drei Leistungs­profile mit bis zu

  • 10 W (2 A bei 5 V),
  • 60 W (5 A bei 12 V),
  • 100 W (5 A bei 20 V).

Mit einer Leistungs­versorgung von bis zu 100 W können viele Geräte, auch Notebooks, mit dem­selben Anschluss­kabel betrieben werden. So besitzt z. B. das MacBook von Apple nur noch einen einzigen Port, über den die Strom­versorg­ung hergestellt oder gleich­sam eine Vielzahl externer Geräte angeschlossen werden kann.

USB Typ-C unterstützt die Strom­versorgung in beiden Richt­ungen. So kann ein Peripherie-Gerät mit Strom versorgt werden, umgekehrt kann auch das Host-Gerät vom Peripherie-Gerät Strom erhalten.

Wenn Du z. B. Dein MacBook Pro an einem Monitor mit USB-C Anschluss betreibst und am Hub des Monitors alle weiteren Geräte hängen, dann benötigst Du nur noch ein einziges Kabel um Dein Note­book mit dem Rest zu verbinden und es sogar laden zu lassen. Insbesondere Mac-Besitzer greifen dafür gerne auf Monitore von LG zurück, z. B.:

Auf seinem YouTube-Kanal zeigt Euch Valentin Möller, wie so ein Monitor-Set-Up aussehen kann und warum USB-C die Zukunft ist.

USB-C/ Thunderbolt Adapter

Um ein Gerät mit dem weit verbreiteten USB-A Stecker an einem USB-C Steckplatz betreiben zu können, benötigst Du einen kleinen Adapter oder ein neues Kabel. Achte bei Adaptern wie auch bei Kabeln mit USB-C Stecker ↗️ darauf, welche Infor­ma­tionen tatsächlich übertragen werden können. Werden nur Daten oder auch andere Signale wie Audio, Video und Strom­bereitstellung unterstützt?

Um das passende USB-C Zubehör für Deinen Mac zu finden, empfiehlt Geekout.de die Verwendung der Suchmaschine Dongle.Life.

Einige empfehlens­werte Produkte erhältst Du direkt hier:

Zwei farblich zu aktuellen Macs pass­ende Adapter, um Deine Geräte mit USB-A An­schluss zu ver­binden: Aukey USB-C auf USB-A Adapter ↗️
HDMI Port (4K), Micro SD & SD Karten­slots, 3x USB-A 3.1 Ports und 100W USB-C Lade­an­schluss: Aukey USB-C Hub ↗️
Dieser 8-in-1 USB-C Hub hat drei USB 3.0 Ports, einen 4K HDMI-Anschluss, Gigabit-Ethernet, einen SD/TF-Kartenleser und Power Delivery ↗️