iCloud und das Apple-Ökosystem

Was ist iCloud?

Unter dem Begriff iCloud fasst Apple verschiedene hauseigene Online-Dienste zusammen. Mit ihnen kannst Du bestimmte Daten auf all Deinen Macs, iPhones, iPads und Windows-PCs verfügbar machen beziehungs­weise in der Cloud sichern. Wird auf einem Gerät etwas geän­dert, werden die Änderungen direkt an iCloud über­mittelt und von dort aus an alle anderen Geräte über­tragen.

Die Cloud selbst tritt dabei weit­gehend in den Hinter­grund – sie ist Mittel zum Zweck. Durch sie hast Du Deine Daten stets zur Hand, die Nutzer­erfahrung steht im Vorder­grund. Apple vermeidet daher den Begriff "Synchro­nisation". Für den Nutzer sind die Inhalte auf den ent­sprech­enden Geräten einfach "wie von Zauber­hand" genau dort verfügbar, wo sie ge­braucht werden – sei es ein Song in einer Wiedergabe­liste, ein Eintrag im Kalender, eine Datei in iCloud-Drive oder ein Backup von Deinem Gerät. Einmal aktiviert, sorgen die iCloud-Dienste im Hinter­grund auto­matisch für den Abgleich. Du musst Dich praktisch um nichts küm­mern.

Für das Ver­ständnis ist gut zu wissen: Die gültige Infor­mation – oder die "Wahrheit", wie Steve Jobs es nannte – liegt dabei immer in der Cloud.

The truth is in the cloud.

Steve Jobs  —
-
2011

Welche iCloud-Dienste gibt es?

Die Dienste von iCloud lassen sich in zwei Bereiche einteilen (siehe auch Grafik oben, durch An­klicken kannst Du die Ab­bildung ver­größern):

Synchronisation
  • Mail, Kontakte, Kalender, Notizen, Erinnerungen, Nachrichten – identisch auf allen Geräten
  • Lesezeichen und Leseliste im Safari-Browser
  • iCloud-Fotos und geteilte Alben
  • iCloud-Drive für beliebige Dateien sowie Doku­mente und Daten von Apps (z. B. Pages, Numbers, iMovie oder Pixelmator)
  • Inhalte aus den Stores bei Apple:
    • Apple Music und TV+
      (Musik, Filme, Serien, inkl. Abspiel­position)
    • Apple Arcade
      (Computerspiele und Spielstände)
    • App Store / Mac App Store
      (Apps und In-App-Käufe)
    • Bücher aus Apples Book Store
      (inkl. Lesezeichen und Lese­position)
Sicherheit
  • iCloud Backups von iPhone und iPad
  • iCloud Schlüsselbund: Zentrale Bereit­stellung von Passwörtern und Login-Daten auf allen Geräten (inkl. WLAN-Passwörtern)
  • "Wo ist?" (früher "Mein iPhone finden ..."):
    • Eigene Geräte orten, auf einer Landkarte angezeigen und ggf. anschreiben oder löschen (sofern einge­schaltet)
    • Familien­mitglieder und Freunde orten und ihre Position auf einer Landkarte anzeigen lassen (sofern Erlaubnis erteilt)

Bei iCloud anmelden

Um Dich bei iCloud anzumelden, benötigst Du eine Apple-ID. Mit der Apple-ID hast Du Zugriff auf Dein Kunden­konto und alle Dienste von Apple. Für gewöhnlich wird dieselbe Zeichen­folge wie bei Deiner E-Mail-Adresse für die Apple-ID verwendet, also zum Beispiel "dein.name@domain.de". Falls Du bereits einen Mac, ein iPhone, ein iPad oder einen iPod von Apple besitzt, hast Du Dich wahr­schein­lich im Zuge der Erst­ein­richtung schon bei Apple regis­triert. Dann sollte bereits ein Kunden­konto mit einer Apple-ID für Dich exis­tieren.

Apple-ID neu erstellen

Falls Du neu bist im Apple-Ökosystem, kannst Du ganz leicht selbst eine Apple-ID er­stellen. Das geht über eines Deiner Geräte (z. B. iPhone, Mac) oder über die iCloud-Website. Im letzten Fall öffnest Du im Browser iCloud.com und klickt am unteren Bild­schirm­rand auf "Apple-ID erstellen". Es öffnet sich ein Dialog­fenster, über das Du Deine personen­bezo­gen­en Daten eingeben und ein Passwort sowie Sicher­heits­fragen festlegen musst.

Alter­nativ kannst Du direkt auf Deinem Mac in den System­ein­stellungen im Bereich iCloud auf "Anmelden". Bei iPhone, iPod touch und iPad sind es die Ein­stell­ungen und dann "Beim iPhone an­mel­den". Das sich öff­nen­de Fen­ster bietet die Möglichkeit sich entweder mit einer vorhandenen Apple-ID anzumelden oder von hier aus eine neue zu erstellen. Am iPhone oder iPad musst Du hierzu zunächst noch auf den Hinweis tippen: "Noch keine Apple-ID oder hast Du sie vergessen?"

Im nächsten Schritt wählst Du "Gratis Apple-ID erstellen". Wie oben, musst Du nun Deine personen­bezo­gen­en Daten eingeben und ein Passwort sowie Sicher­heits­fragen festlegen.

Tipp

Aktiviere die Zwei-Faktor-Authen­tifizie­rung für Deine Apple-ID. Durch sie sind Deine Daten besser geschützt. Für den Zugriff braucht es dann nämlich zwei Faktoren, z. B. ein Passwort (Wissen) und einen Gegen­stand (Besitz), etwa ein Gerät wie Dein iPhone oder Mac. Auf dieser Support-Seite von Apple erfährst Du, wie die Ein­richt­ung vor­zu­nehmen ist.

iCloud einrichten auf Deinen Geräten

Wenn Du ein Apple-Gerät neu einrichtest oder nachdem Du ein Upgrade installiert hast, wirst Du automatisch gefragt, ob Du Apples iCloud-Dienste verwenden möchtest. Wenn Du "Ja" wählst, bist Du schon fertig. Wenn Du "Nein" gewählt hast oder Deine Einstellungen später ändern möchtest, kannst Du diese nachträglich anpassen.

Auf dem Mac öffnest Du dazu die System­ein­stellungen über das Apfel-Menü. Dort findest Du oben den Bereich "Mit Deiner Apple-ID anmelden" und rechts den Button Anmelden. Damit kannst Du Deinen Mac mit Deinem iCloud-Konto bzw. Deinem Kunden­konto verbinden (vgl. oben). Sobald Du verbunden bist, kannst Du von hier aus Deine Daten und Einstellungen über "Apple-ID" aufrufen und einzeln anpassen. Unter iOS bzw. iPadOS geht es so ähnlich: Dort kannst Du die An­mel­dung und Deine An­passungen in Ein­stell­ungen direkt im ersten Menü­eintrag "Apple-ID, iCloud, …" unter Deinem Namen vornehmen.

Alle verfügbaren iCloud-Dienste lassen sich auf jedem Gerät einzeln ein- oder aus­schalten. Möchtest Du z. B. Deine Kontakte über alle Geräte sychronisieren außer auf dem iPod, dann schalte überall Kontakte "ein" und auf dem iPod Kontakte "aus". Bedenke, dass einige der Funktionen Deinen (Gratis)-iCloud-Speicher belasten.

Gehe am besten direkt bei der Erst­ein­richtung auf jedem Gerät alle iCloud-Einstellungen einzeln durch. So kannst Du indi­viduell fest­legen, auf welchem Gerät Du welche Funk­tionen nutzen möchtest – von iCloud Mail, Kalender und Kontakten über Nach­richten, Safari-Lese­zeichen und die Schlüssel­bund-Passwort­verwaltung bis hin zu Daten von Apps Dritter.

Tipp

Aktiviere den Dienst "Wo ist?" auf all Deinen Geräten. Du findest ihn in den Einstellungen zu Deiner Apple-ID.

Er ermöglicht es, Dein iPhone, Deinen Mac oder anderes unterstütztes Zubehör auf einer Land­karte anzeigen zu lassen. Das geht entweder mithilfe der gleich­namigen App "Wo ist?" auf einem anderen Apple-Gerät oder über iCloud.com. So kannst Du Deine Geräte wieder­finden, wenn Du sie verloren hast, oder sie im Notfall aus der Ferne löschen.

Mehr zu "Wo ist?" bei Apple ❯

iCloud-Backup einrichten für iPhone, iPod oder iPad

Für iPhones, iPods und iPads bietet Apple die Möglichkeit an, Backups in Deinem iCloud-Speicher abzulegen. (Für Macs gibt es das nicht). Grund­sätzlich kannst Du Backups auch lokal auf Deinem Mac oder PC anlegen. Für solche lokalen Backups musst Du Deine Geräte per Kabel oder WLAN mit dem Com­puter verbinden und dann die Synchroni­sierung oder einen Backup-Vorgang gezielt manuell auslösen. Vorteile des iCloud-Backups: Deine Daten werden regel­mäßig auto­matisch im Hintergrund gesichert (häufig nachts; das Backup ist also stets recht aktuell), sie verbrauchen keinen Speicher­platz auf Deiner Fest­platte und können über eine WLAN-Internet­verbindung jederzeit ohne zusätz­lichen Computer wieder­her­ge­stellt werden.

Was enthält das iCloud-Backup?

Ein Backup in iCloud enthält Deine Geräte­ein­stellungen, App-Daten, Lese­zeichen, Home-Bildschirm inkl. App-An­ordnung, iMessages und SMS, Klingel­töne, Health-Daten und Deine HomeKit-Konfi­guration. Fotos und Videos werden eben­falls gesichert, sofern Du nicht den Dienst iCloud-Fotos nutzt, siehe weiter unten.

Alle anderen Daten – wie etwa die Apps selbst, iTunes-Songs und -Filme oder Bücher – sind nicht Teil Deines iCloud-Backups (allerdings sehr wohl Teil eines Backups auf Deinem Computer), da diese Infor­mationen bei einer Wieder­her­stellung "frisch" aus dem iTunes- bzw. App-Store von Apple geladen werden.

iCloud-Backup aktivieren und erstellen

  1. Starte die Ein­stellungen auf dem iPhone, iPod oder iPad.
  2. Tippe auf Apple-ID, iCloud,… unter Deinem Namen.
  3. Tippe auf iCloud.
  4. Tippe auf iCloud-Backup.
  5. Schiebe den Schalter bei iCloud-Backup nach rechts auf ein (erscheint grün).
  6. Tippe in der Meldung auf OK.
  7. Optional:
    Falls Du nicht bis zum nächsten auto­mati­schen Backup warten möchtest, kannst Du direkt hier ein manuelles Backup erstellen. Tippe dazu auf "Backup jetzt erstellen".

Dein Gerät wird ab jetzt alle 24 Stunden versuchen, ein Backup zu erstellen. In der Regel passiert das, wenn es mit einem WLAN verbunden, gesperrt und an das Strom­netz ange­schlossen ist. Das erste Backup kann sehr lange dauert. Später werden nur noch die Än­derungen zu iCloud hoch­geladen, so dass es danach sehr viel schneller gehen sollte.

Synchronisierung und Content

iCloud bietet den großen Vorteil, Informa­tionen über mehrere Geräte hinweg auto­matisch auf demselben, aktuellen Stand halten zu können. Synchro­ni­siert werden können viele ver­schiedene Inhalte, u. a. Kalender­einträge, Lese­zeichen aus dem Safari-Browser, Er­innerungen, die Kontakte aus dem Adress­buch und App-Daten. Das funk­tioniert über alle Apple-Geräte hinweg, ein­schließ­lich iPhone, iPad, Apple Watch und Mac, die mit demselben iCloud-Account ver­bunden sind.

Die Synchro­nisierung richtest Du auf Deinem iPhone, iPad oder iPod touch über die Ein­stell­ungen und Deine Apple-ID ein. Auf dem Mac öffnest Du die System­ein­stell­ungen. Tippe bzw. klicke dann auf iCloud und aktiviere jene Apps, die die Synchro­ni­sierung über iCloud verwenden sollen.

Wie Du Deine Fotos und Videos über