Multitouch auf dem Mac

Keyboard, Trackpad und Maus mit Multitouch
Keyboard, Trackpad und Maus (Quelle: Pexels, Tranmautritam)

Multitouch-Funktionen sind heute auf Smartphones allgegenwärtig. Doch der Weg dahin erforderte einige Zwischenschritte. Computer wurden populär, als die Idee der grafischen Benutzeroberfläche erfolgreich zusammengeführt wurde mit der Idee eines Zeigegeräts: der Maus. Doch das Angebot musste außerdem zu einem akzeptablen Preis erfolgen. Der Durchbruch gelang Apple 1984 im zweiten Anlauf mit dem Macintosh. Die Bedienung von fast allen Computern ähnelt seitdem viel mehr dem Umgang mit realen Objekten und wurde plötzlich kinderleicht.

Die Maus und der Mac verstehen sich auch heute noch ausgezeichnet. Anders als ihre Urahnin kommt Apples Maus inzwischen ganz ohne Kabel aus (naja, fast). Sie besitzt einen eingebauten Akku und verbindet sich mit dem Mac per Bluetooth – keine separaten Funkempfänger notwendig. Das mitgelieferte Kabel erleichtert das Koppeln mit dem Mac und dient zum Aufladen.

Tipp: Die Apple Magic Mouse bietet Links- und Rechtsklick wie unter Windows sowie eine Scroll-Möglichkeit, die über ihre Touch-Oberfläche umgesetzt wird. Die Touch-Oberfläche erlaubt außerdem das Wischen nach links und rechts, um z.B. in Webseiten vor und zurück zu navigieren. Du kannst sie mit jedem aktuellen Mac verwenden. Prüfe für Dich selbst, ob Du ihre Haptik, die Bedienung und ihre einfache Kopplung mit dem Mac anderen Mäusen vorziehst. Die Wahl liegt ganz bei Dir. Oder benötigst Du am Ende gar keine Maus …?

Denn: Spannender noch gestaltet sich die Bedienung des Mac über Gesten und Multitouch-Funktionen. Anders als bei anderen Herstellern findest Du die Touch-Oberfläche allerdings nicht auf dem Bildschirm. Apple vertritt den Standpunkt, dass es für Benutzer wenig ergonomisch und sogar ermüdend sei, wenn für Touch-Eingaben der Bildschirm des Computers berührt und dafür jedes Mal der Arm angehoben werden muss. Auf dem Windows-PC-Markt gibt es hierfür inzwischen interessante Lösungen, Apple hat allerdings einen eigenen, sehr natürlichen Weg gefunden, die Vorteile der Touch- und Multitouch-Steuerung in den Mac zu integrieren. Und zwar über das Trackpad (sowie über die Touch Bar im MacBook Pro).

Touch-Geste Zoomen
Touch-Geste Zoomen (Quelle: Mac-Checker)

Multitouch-Trackpads sind standardmäßig in jedes Apple-Notebook integriert. Solltest Du einen Mac kaufen – insbesondere einen iMac, iMac Pro, Mac Pro oder Mac mini –, kannst Du ein externes Apple Trackpad wahlweise dazu bestellen (s. Bild oben rechts). Es funktioniert grundsätzlich mit jedem aktuellen Mac – und das auch parallel zu jeder Maus, falls Du beide Eingabemöglichkeiten benutzen möchtest. Trackpads unterscheiden Tippen, Klicken, Gesten mit zwei oder mehr Fingern und (bis auf das MacBook Air) kräftiges Klicken, auch bekannt als Force Touch. Klingt verwirrend? In der Praxis ist es extrem komfortabel und schnell zu verinnerlichen.

Spreize alle Finger auf dem Trackpad und sämtliche Fenster sausen aus dem Bild, so dass der Blick auf den Schreibtisch frei wird. Ziehe die Finger wieder zusammen, und die Fenster kommen zurück. Wische mit zwei Fingern und scrolle endlos lange Webseiten spielend rauf und runter. Oder wische im Browser zur Seite, um zur vorherigen oder nächsten Seite zu surfen. Du bewegst Dich durch das System … mit Deinen Fingern. Und keine Sorge wegen der Größe des Trackpads – es ist wirklich groß, bietet also genug Platz für Deine Gesten, gleichzeitig brauchst Du Dir keine Sorgen um Deine Handballen zu machen. Sollten diese einmal versehentlich das Trackpad beim Schreiben auf Deinem MacBook berühren, führt dies zu keiner Fehleingabe. Die intelligente Software des Mac weiß zuverlässig zwischen Deinen Fingern und Handballen zu unterscheiden. Schau Dir die Möglichkeiten selbst an in der folgenden Diashow und in diesem Überblick der Multi-Touch-Gesten von Maclife.de.

 

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